Liebe Mitglieder und alle anderen der Weltfriedensunion nahestehenden Damen und Herren.

Ostern ist vor allem im christlichen Kulturkreis ein Fest des Friedens und der Versöhnung. Im April 2018 rief der katholische Ruhrbischof Dr. Overbeck die Christen zu Ostern auf, den Frieden als ihr Lebens- und Glaubensprogramm anzunehmen. Frieden entstehe, wo die Schö­p­fung bewahrt und Gerechtigkeitsfragen berücksichtigt würden. Ich wünsche uns, dass die Welt uns Christen als Män­ner und Frauen des Friedens erkennt, die unablässig für den Frieden arbeiten und sich nicht abbringen lassen vom Vertrauen auf Gott, der uns ein Herz des Friedens schenkt, so Overbecks Osterbotschaft 2018. Obschon die Welt von Unfrieden, Auseinandersetzungen und spür­baren Polarisierungen durchzogen werde, sei sie zugleich bestimmt von friedenwilligen und frie­dens­fähi­gen Menschen. Diese arbeiteten an einer Kultur der Konfliktlösung, lebten ver­trauens­voll zu­sam­men und wollten eine Gesellschaft gestalten, die sich das Vertrauen in eine friedvolle Zukunft nicht nehmen lasse.

Was für wunderbarere Gedanken und Worte. Ohne Zweifel setzen sich viele Menschen auf der Welt, darunter auch zahllose Christen, für den Frieden ein, und sicherlich sind sie auch teilweise erfolgreich. Doch die Friedens­botschaft Christi ist weit über 2000 Jahre alt, und leider sind alle Ver­suche, sie auf der Erde wirklich umzusetzen, mehr oder weniger gescheitert. Niemand spricht heute ernsthaft vom WELTFRIEDEN im eigentlichen Sinn, also Frieden für die ganze Welt. Aber Frieden auf Erden, Peace on earth, pax in terra, Salam fi l-ard, ist ein göttliches Gebot für diese Menschheit: Frieden auf Erden, das heißt Frieden der Menschen untereinander, Frieden des Men­schen mit der Natur, mit der ganzen Schöpfung, und, nicht zuletzt, Frieden mit sich selbst, und damit auch und vor al­lem, Frieden mit Gott, welchen Namen auch immer ihm die Menschen geben, die an ihn glauben.

Die WFU ist die erste weltanschaulich neutrale Orga­nisation, die einen gangbaren Weg zum Welt­frie­den und Ansätze eines inte­grier­ten Gesamtplans für seine Verwirklichung entwickelt hat. Den hat noch nicht einmal die UNO. Alles, was weltweit diskutiert und unternommen wird, ist der ver­zweifelte Versuch, die einzelnen partiellen Sympto­me der zunehmenden pla­ne­taren Schieflage zu kurie­ren. Greenpeace kümmert sich um die Umwelt, Amnesty International um die Flüchtlinge, die Kirchen beschwören, vor allem an Ostern, den Frieden als einen der wichtigsten christlichen Botschaften schlechthin, die UNO versucht verzweifelt, zu helfen und die schlimmsten Brandherde auf der Welt irgendwie zu löschen, die Schulkinder demonstrieren neuerdings für das Klima, usw. usw., alles wunderbare gute und wichtige Ansätze.

Aber damit werden wir die Probleme des Planeten nicht lösen. Wir müssen die Ebene der Pro­bleme und ihrer Ursachen verlassen, in die Zukunft blicken und einen Plan ma­chen, wie wir einen universalen Frieden auf der Erde schaf­fen, für eine Welt, in der alle Menschen auf der Basis von Freiheit, Gerechtigkeit, Solidarität und Nächsten­liebe leben.

Ja, sehr schön, aber wie machen wir das? Das einzige, was hilft, ist, endlich anfangen, also mit der Verwirklichung des Welt­friedens beginnen, und zwar ohne Rücksicht darauf, dass dies eine Utopie ist. Aber als die Menschen auf den Mond wollten, war das auch eine Utopie und unmöglich, und trotzdem sind sie irgendwann hingeflogen. Wenn wir nicht endlich damit beginnen, den Weltfrieden zu ver­wirk­lichen, ist Jesus umsonst gestorben.

Die Wende beginnt im Kopf. Der erste Schritt ist, die Mensch­heit mit dem Gedanken vertraut ma­chen, dass Weltfrieden ein erreichbares Ziel und keine unerreichbare Schimäre ist. Jeder einiger­maßen bewusste Zeitgenosse denkt irgendwann auch an den Weltfrieden, aber immer mit dem Bewusstsein im Hinterkopf, schön wär’s ja, aber leider ist das völlig unmöglich, aus­geschlossen, eine lebensfremde, verrückte Utopie. An diesem Punkt setzt die WFU an. Wir haben diese Drei-Säu­len-Struktur des WFU-Programms entwickelt: „Die Formu­lierung einer allgemein verbind­lichen globalen Ethik“, eine „Neue föderale Weltordnung auf UN-Basis“ und die „Bewusst­seins­erwei­te­rung der Menschheit“. Okay, alles wunderbar, denkt der geneigte Leser, das sind sicherlich gut gemeinte, aber leider völlig unrealistische utopische Gedanken von einigen wenigen Idea­listen,.

Nein, sind sie nicht, sagt die WFU, und wir zeigen, dass das gar nicht so abwegig ist, wie es aussieht, sondern dass wir ernst machen und mit der konkret mit der Verwirklichung beginnen. Wir können zur Zeit noch nicht allzu viel tun, weil wir noch nicht das personelle und finanzielle Poten­tial dafür haben. Aber was wir machen können und werden ist folgendes:

Wir schicken das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutsch­land, das ist eine der fortschritt­lich­sten demokratischen Verfassungen der Welt – oder eine andere, ver­gleichbar gut funktio­nierende rechtsstaatliche Verfassung – zusammen mit der mittlerweile antiquierten Charta der Vereinten Nationen von 1945 an ein renommiertes völker­rechtliches Institut – oder besser, je nach den vorhandenen Geldmitteln, an mehrere – mit dem Auftrag, eine neue moderne Charta der Vereinten Nationen zu entwerfen, welche die heutigen planetaren Probleme der Welt in den Blick nimmt. Diese neue Welt­verfassung muss demokratisch, rechts­staatlich, ökologisch und vor allem föderal sein, d.h., es ist ein globales Staatensystem zu schaffen, in dem die Nationalstaaten auf Teile ihrer Souverä­nitätsrechte verzichtet haben. Was den Planeten als Ganzes betrifft, wird global verwaltet und globalgesetzlich geregelt, alles andere bleibt in der gesetzlichen Kompetenz der National­staaten. Also, Fußballländerspiele und Olympiaden wird es weiter geben … usw. usw., hier ist nicht der Ort , das alles auszubreiten.

Und dieses Projekt stellen wir zur weltweiten Diskussion ins Internet. Dann beginnt, davon ist aus­zugehen, der vernünftige – leider kleinere – Teil der Gattung Homa sapiens, über das Thema nach­zudenken, Lösungen zu diskutieren, und, je mehr man sich mit dem Thema befasst, zu erkennen, dass es keine Alternative dazu gibt, wenn die Menschheit, unsere Kinder und Enkel, über­leben will. Dieses zunehmende kollektive Bewusstsein, dass Weltfrieden möglich und nur noch eine Frage der Zeit ist, wird den Prozess beschleunigen und irgendwann zu dem ge­wünsch­ten Ergebnis führen. Dann wird anlässlich von Olympischen Spielen der Weltfriedens­vertrag, die neue Charta der Vereinten Nationen, von denjenigen Staaten, die sich dem Projekt anschließen, feierlich unterzeichnet.

Und vor allem, das ist das Wichtigste, wir kümmern uns um die Bewusstseinsentwicklung des besagten Homo sapiens, der so „sapiens“ gar nicht ist, weil er bekanntlich nur +/- 10% seines geistigen Potentials nutzt. Wie wir das machen, dazu eine anderes Mal. Außerdem formulieren wir – natürlich nicht wir selbst, sondern geistige Eliten der Menschheit – die Maßgaben einer allgemein verbindlichen Globalen Ethik auf der Grundlage von Humanismus, Vernunft, Freiheit, Gerechtig­keit und Nächstenliebe.

Aber das kostet Geld, so trivial sich das anhört. Geld ist der Schlüssel, um das Gesicht der Erde zu verändern. Wieso eigentlich, wofür brauchen wir Geld, um die Osterbotschaft vom Frieden auf Erden, die sich so herrlich überzeugend von der Kanzel predigen lässt, zu verwirklichen?

  • Das beginnt bereits damit, dass die WFU-Organisation personell und tech­nisch so ausgestattet werden muss, dass wir mit ihr richtig arbeiten können. Das General­sekretariat muss ausgebaut und es müssen vollberuflich tätige, bezahlte Mitarbeiter eingestellt wer­den.
  • Die nächsten geschätzt 20 Millionen brauchen wir, um die Arbeit der erwähnten völker­rechtlichen Universitäts­institute zu bezahlen, welche die neue Charta der Vereinten Nationen formulieren sollen. Das ist eine ungeheure wissenschaftliche Heraus­forde­rung, das macht niemand umsonst.
  • Dann kommen die benötigten Milliarden für die Einrichtung der großen Gruppen von Menschen, welche die weltweit bewährten yogischen Meditationsprogramme durch­führen – „In der Gegenwart von YOGA verschwinden Feindschaft und Konflikte!“.
  • Die Professoren, Universitätsinstitute und andere Personen, die an der „Formulie­rung der globalen Ethik“ arbeiten, müssen ebenfalls bezahlt werden.
  • Und ideal wären natürlich einige Billionen, um die sog. Initiativ­staaten dazu zu be­we­gen, sich diesem Weltfriedens-Programm anzuschließen, den neuen Weltfriedens­ver­trag zu para­phieren und sich unter Verzicht auf einen eigenen Rüstungshaushalt unter den Schutz der UNO zu stellen. Das gelingt sehr schnell, wenn wir mit diesen Billionen ih­re Sozial­systeme reformieren. Unterstellt z.B., man bezahlt die Staatsschulden Grie­chen­­lands, dann haben wir schon den ersten Initiativstaat, dessen Bevölkerung sich gern und mit Über­zeugung hinter das WFU-Programm stellt. Geld ist genug da auf der Welt, es muss nur richtig eingesetzt werden.

Sicher, das ist Zukunftsmusik. Aber die WFU startet jetzt eine große Spendenaktion, um zunächst mit der benötigten Finanzausstattung der WFU-Organisation zum Start des Projekts zu beginnen. Die kommende Zeit wird zeigen, wie reif die Menschen auf der Erde sind, nicht nur an Ostern feier­lich den Frieden zu beschwören, sondern auch konkret mit seiner Verwirklichung zu beginnen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen von Herzen ein wunderschönes, friedvolles Osterfest.

 

Herzliche Grüße.

Ihr    

Dr. jur. Christoph Reusch

Präsident